Salzwiesen
Ein typisches Bild unserer Küste sind die Salzwiesen. Als ein Teil des Ökosystems Wattenmeer bilden sie den Übergangsbereich zum Festland oder den Leeseiten der vorgelagerten Inseln. Salzwiesen können in gemäßigtem Klima überall dort entstehen, wo der Meeresboden relativ flach ist und der Tidenhub mehrere Meter beträgt. Durch die Ablagerung von Sedimenten bilden sich Flächen, die nur noch unregelmäßig überflutet werden. Aufgrund der wechselnden Salzgehalte, Überflutungen und eines reichhaltigen Nährstoffangebotes entwickelt sich eine hoch spezialisierte Lebensgemeinschaft. Ursprünglich erstreckten sich die Salzwiesen als breiter Gürtel zwischen den Wattflächen und der Geest. Mit dem Bau von Deichen wurden die meisten Salzwiesen vom Meer abgetrennt und begannen auszusüßen. In den letzten Jahrhunderten wurden sie durch das Vorrücken der Deichlinien in Richtung Meer immer weiter zurückgedrängt und mit künstlicher Entwässerung als Weideland nutzbar gemacht. Die intensive Beweidung der Salzwiesen führte hier zu einem Rückgang der Artenvielfalt, der erst mit der Unterschutzstellung als Nationalpark aufgefangen werden konnte.










