Eiszeit

Die Erde umkreist die Sonne nicht immer auf der gleichen Bahn. Auch die Erdachse hat nicht immer die gleiche Neigung zu der Ebene ihrer Umlaufbahn. Dadurch verändert sich innerhalb vieler tausend Jahre immer wieder das Klima in den einzelnen Regionen der Erde. In bestimmten Abständen wird es dann so kalt, dass sich riesige Gletscher an den Polen der Erde und in den Hochgebirgen bilden: Es kommt zu den Eiszeiten.

In den letzten 350 000 Jahren gab es in Norddeutschland drei grosse Eiszeiten. Sie wurden nach Flüssen benannt: Elster, Saale, Weichsel. Während der kalten Abschnitte rückte das Eis von Skandinavien in seiner größten Ausdehnung bis zu den Mittelgebirgen vor. In den relativ kurzen warmen Abschnitten dazwischen, den Warmzeiten, herrschten hier etwa die heutigen Temperaturen.

Die Eismassen waren in ihren Entstehungsgebieten bis über 3000 Meter mächtig, wie z.B. heute noch in Grönland. In Norddeutschland waren es mehr als dreihundert Meter.