Großsteingräber
Großsteingräber gehören zu den eindrucksvollsten Zeugen einer jungsteinzeitlichen Kultur in der Region Oldenburg.
Folgende Texte und Grafiken aus: M. Fansa: Großsteingräber zwischen Weser und Ems, Oldenburg: Isensee Verlag, 1992
Großsteingräber gehören zu den eindrucksvollsten Zeugen einer jungsteinzeitlichen Kultur in der Region Oldenburg.
Folgende Texte und Grafiken aus: M. Fansa: Großsteingräber zwischen Weser und Ems, Oldenburg: Isensee Verlag, 1992
Stadt Wildeshausen, Landkreis Oldenburg
Das Großsteingrab II von Kleinenkneten ist eine der selten vorkommenden Anlagen mit 3 Kammern. Das Hünenbett ist ungefähr rechteckig und Nordost-Südwest orientiert. Die Breite schwankt zwischen 6 und 8 m. Die Umwallungssteine sind fast alle vorhanden und stehen an ihren Originalplätzen.
Kammer 1: Ganggrab mit 12 Tragsteinen. Der Eingang befindet sich in der Mitte der südöstlichen Längsseite. 2 der Decksteine sind erhalten.
Kammer 2: Ganggrab mit 12 Tragsteinen und einem ebenalls in der Mitte der südöstlichen Längsseite befindlichen Eingang. Die Decksteine sind nicht mehr vorhanden.
Kammer 3: Grabkammer aus 10 Tragsteinen.
Stadt Wildeshausen, Landkreis Oldenburg
Das Grab liegt südlich von Wildeshausen bzw. nördlich von Kleinenkneten. Die Grabanlage hat eine Ausdehnung von 49 auf 7 m, ist Nord-Süd orientiert, ebenso die in der Mitte gelegene Grabkammer. Die meisten der fast vollständig vorhandenen Umfassungssteine („,Hünenbett“) stehen an ihren Originalplätzen. Die Grabkammer war bis zur Höhe der Tragsteine von einem Grabhügel bedeckt. Der Eingang befindet sich in der Mitte der Ostseite und ist durch 2 Gangträger gekennzeichnet. Die Kammer ist trapezförmig und hat eine Länge von 6 m und eine von 2 m auf 1,2 m abnehmende Breite. Nach der Ausgrabung ist das Grab in seinem ursprünglichen Zustand wiederhergestellt worden.
Gemeinde Großenkneten, Landkreis Oldenburg
Das Grab liegt südöstlich von Ahlhorn, nordwestlich von Visbek und südwestlich von Wildeshausen bei Engelmannsbäke. Das ursprünglich von 170 Findlingsblöcken eingefaßte Hünengrab stellt mit seiner Länge von 104 m und seiner Breite von 8 bis 9 m eine der eindrucksvollsten Megalithgrabanlagen in Nordwestdeutschland dar. Die Anlage ist in Nordwestrichtung ausgerichtet. An der östlichen Schmalseite sind in einer außergewöhnlichen Größe aufrecht gestellte Steinblöcke verwendet worden. Die im westlichen Bereich der rechteckigen Fassung liegende Grabkammer überrascht dagegen durch ihre kleinen Abmessungen, die Länge beträgt nur 10 m.
Gemeinde Großenkneten, Landkreis Oldenburg
Ca. 50 m südöstlich vom östlichen Ende des Großsteingrabes Visbeker Bräutigam liegt die Anlage des Visbeker Brautwagens. Die Grabanlage ist in Nordost-Südwest-Richtung ausgerichtet. Die Kammer ist mit ihren 4 Tragsteinen an der Südost- und 5 an der Nordwestseite sowie 4 Decksteinen vollständig erhalten. Sie hat eine Länge von 9 m und eine Breite von 3 m. Reste eines ehemaligen Hügels sind noch zu sehen
Ostenwalde Gemeinde Werlte, Landkreis Emsland
Das Grab befindet sich nicht mehr am Originalstandort, sondern wurde 1971 nach einer wissenschaftlichen Untersuchung und Restaurierung um ca. 70 m östlich des ehemaligen Standortes versetzt. Die Kammer wurde absichtlich offengelassen (die Decksteine liegen daneben), um einen Einblick in die Kammer und die Bautechnik zu vermitteln. Die Kammer ist etwa West-Ost orientiert. Alle Tragsteine sind vorhanden. Der Eingang befindet sich etwa in der Mitte der Südseite. Die Kammer besitzt eine Länge von 8,5 und eine Breite von 1.8 m. Bei der Untersuchung 1971 konnten zahlreiche Keramik und Steingeräte sichergestellt werden.