Isolationsraum
Moor als Isolationsraum, das konnte sowohl die selbsterwählte Siedlung als auch das Gefängnis als Ort der Verbannung sein. Immer schon boten die sumpfigen unzugänglichen Moore ideale Voraussetzungen, um unerwünschte Menschen zu bestrafen, von der Außenwelt abzuschirmen oder im schlimmsten Fall zu töten. Maßnahmen zur Kultivierung des Bourtanger Moores mit Hilfe von politischen Gefangenen und Asozialen* propagierten die Nationalsozialisten mit dem Ödlanderschließungsgesetz im Jahre 1933. Fünfzehn Lager mit wechselnden Funktionen errichtete das Regime in den emsländischen Mooren bis zum Jahre 1938. Zu diesem Zeitpunkt waren dort etwa 11.000 Menschen inhaftiert.








